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TuS News |
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Mal was ganz anderes - aber umso lustiger
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Die Bundespolizisten auf dem Frankfurter
Flughafen staunten nicht schlecht, als sie am 18.07.2009 den
"Reisepass" eines 58jährigen Deutschen unter die Lupe nahmen. Dass
jemand seinen Reisepass verfälscht, indem er das Lichtbild
austauscht, um über seine wahre Identität hinwegzutäuschen oder gar
ganze Passseiten entfernt, ist für Bundespolizisten nichts
Ungewöhnliches. Aber einen im Juni 2009 durch den Reichsminister des
Inneren in Groß-Berlin ausgestellten und 10 Jahre gültigen
"Reisepass" des "Deutschen Reiches" in Händen zu halten, ist dann
doch schon etwas skurriler.
Klaus B. legte dieses Dokument bei der Passkontrolle den
kontrollierenden Bundespolizisten vor und gab an, nach Beirut/Libanon
reisen zu wollen. B. war darüber hinaus auch im Besitz seines
abgelaufenen -echten- deutschen Reisepasses, der jedoch nicht zur
Einreise in den Libanon berechtigt. Aus diesem Grund lehnte die
Fluggesellschaft Middle East Airlines auch die Beförderung von B.
nach Beirut ab.
Als die Bundespolizisten Klaus B. mitteilten, dass er mit dem
"Reisepass" des "Deutschen Reiches" nicht reisen könne, verständigte
er telefonisch seinen selbsternannten "Reichskanzler der
Exilregierung - Deutsches Reich" mit Sitz in der Schweiz. Dort
reagierte man prompt und faxte umgehend eine "Verbalnote" an die
"Provisorische Übergangsverwaltung des Alliierten Konstruktes "BRD"
(gemeint war die Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt/Main), in
der gegen die Nicht-Anerkennung des vorgelegten "Passes" protestiert
wurde.
Diese Verbalnote führte verständlicherweise nicht zum Erfolg. Klaus
B. wurde wegen Urkundenfälschung angezeigt und sein Fantasiepass
beschlagnahmt.
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geschrieben von André Bethke am 22.07.09 um 14:35
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