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TuS News |
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So sah Patrick Jahn von der SG Selters ...
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... den "Wahnsinn von Oberselters".
Nach dem peinlichen 0:6- Debakel gegen Dietkirchen II will die SGS am Mittwoch die Kirmes in Oberselters retten.
Zur Pause sieht es nach der nächsten Pleite aus - Gegner Drommershausen führt 2:0. In den letzten zwanzig Minuten spielt sich dann Unglaubliches ab. Selters dreht zum 4:2, fängt in der Nachspielzeit den Ausgleich und siegt dennoch.
Nichts für schwache Nerven. Ein unfassbarer Krimi spielt sich 95 Minuten lang auf dem Kunstrasen in Oberselters ab.
Doch der Reihe nach: Selters kommt besser in die Partie und hat drei gute Einschussmöglichkeiten durch Pabst, dessen Heber knapp vorbeistreicht (6.), und Meuth, dessen Schuss in höchster Not von Mayr geklärt wird (10.). Die beste Möglichkeit bietet sich nach einer guten Viertelstunde Robert Bartels, der nach traumhaftem Spitzlay-Zuspiel völlig freistehend am Gehäuse vorbei schießt.
Das Tor fällt dann symptomatisch auf der anderen Seite, als Peter Götz drei Gegenspieler zu Slalomstangen mutieren lässt und überlegt über SG-Torsteher Weinrauch zum 0:1 trifft (19.).
In der Folge wirkt Selters gelähmt, die Gäste vergeben zwei 100%ige durch Jung und Bender, die beide am hervorragend reagierenden Weinrauch scheitern (27., 30.).
MIt dem Pausenpfiff markiert Gästeakteur Sebastian Gorke mit einem trockenen Schuss aus 16 Metern ins Eck gar das 2:0 für den Gast.
Im zweiten Durchgang ist Selters zwar optisch überlegen, der TuS bleibt jedoch bei Kontern stets gefährlich. Bis auf einen Heber von TuS-Stürmer Bender, den Schwarz von der Linie kratzt, spielt sich in den ersten 25 Minuten des zweiten Abschnitts nichts erwähnenswertes ab.
Die letzten zwanzig Minuten erinnern dann jedoch an einen unglaublichen Krimi: Markus Penner erzielt nach feinem Meuth-Zuspiel den Anschlusstreffer (71.), ehe Robert Bartels nach erneuter Meuth-Flanke das Leder aus kurzer Distanz per Kopf über die Linie drückt (75.) - Selters ist tatsächlich wieder zurück im Spiel und die Gäste können nicht fassen, das Spiel noch aus der Hand zu geben. Absolut nichts sah danach aus, als könne die Partie eine solche Wendung nehmen.
Mit dem 3:2 von Bartels nach starker Schwarz-Vorarbeit steht Oberselters dann völlig Kopf und der TuS steht plötzlich ganz mit leeren Händen dar . Die SG zeigt in dieser Phase eine starke Moral.
Zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit markiert Maximilian Stähler per Kopf das 4:2 und das Spiel scheint endgültig entschieden.
Doch dann schlägt wiederrum die Stunde der Gäste, die ebenfalls eine tolle Moral beweisen. Christoph Bender köpft das 4:3 (90.) und Selters beginnt zu schwimmen. Die Uhr geht mittlerweile 93 mal rund und es heißt tatsächlich 4:4, als ein langer Freistoß in Torsten Erbe seinen Abnehmer findet - allerdings irregulär, Letzterer bugsiert die Kugel mit der Hand über die Linie, Schiedsrichter Krämers Pfeife bleibt stumm.
Als alles dann mit einem 4:4- Remis rechnet spielt sich des Dramas letzter Akt ab , die Besucher müssen den endgültigen Knock-Out hinnehmen : Ein eigentlich ungefährlicher Freistoß von Meuth bereitet dem ungelernten Torhüter Linares derartige Probleme, dass Markus Penner sich mit dem Abstauber zum 5:4 bedankt und die SG völlig zum Ausrasten bringt. Für diesen Hitchcock gibt es keinen Superlativ, allerdings darf man hierbei die spielerischen Mängel beider Teams nicht außer Acht lassen.
Ein Fazit nach 95 Minuten fällt schwer aus, womöglich wäre am Ende eine Punkteteilung gerecht gewesen, den Sieg der Heimelf als unverdient zu bezeichnen, wäre jedoch auch übertrieben.
(Quelle: ww.sgselters.de)
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geschrieben von André Bethke am 02.09.10 um 10:32
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