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Neues aus Drommershausen |
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Marc Destenay-Schnell legt Großmeister-Prüfung ab
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Taekwon-Do-Lehrer trägt jetzt den 5. Dan
Marc Destenay-Schnell hat in Portland (Oregon) in den USA die Prüfung zum 5. Dan in der Kampf- und Selbstverteidigungskunst Taekwon-Do erfolgreich abgelegt. Damit darf sich der Drommershäuser "Großmeister" nennen.
Abgenommen hat die Prüfung der südkoreanische Großmeister Kwon Jae-Hwa, Träger des 7. Dans und einst Bundestrainer Taekwondo, der seit den 70-er Jahren in den USA lebt, aber in Deutschland und weltweit regelmäßig Lehrgänge für seine Schüler gibt. So auch in Destenay-Schnells Taekwon-Do-Schule in der Weilburger Marktstraße.
Der heimische Taekwon-Do-Lehrer schildert seine Erlebnisse in Portland: "Es war einer der beeindruckendsten Momente in einer Art Kathedrale des Taekwon-Do Unterricht zu erhalten. Wir trafen dort auf ein ganzes Taekwon-Do-Leben, das sich nicht nur in der faszinierenden Präsenz von Großmeister Kwon äußerte, sondern vielmehr in den einer Schatzhöhle gleichenden Räumen widerspiegelte. Die Zimmer waren gefüllt mit Auszeichnungen, Pokalen, Medaillen und Präsenten aus aller Welt. Hier lernen zu dürfen, lässt einem in jeder Sekunde einen Schauer über den Rücken laufen, was ungemein motiviert und zu Höchstleistungen treibt."
Nach zwei Unterrichtstagen stand die Prüfung an. Marc Destenay-Schnell erzählt von den Anforderungen: "Der Großmeister-Aspirant muss schweißtreibende Bewegungsabläufe schnell verstehen und zeigen können, Bein- und Handtechniklehre in pfeilschnellen Kombinationen demonstrieren, konditionelles Durchhaltevermögen auf hohem Konzentrationsniveau beweisen, freie Selbstverteidigungsübungen zeigen und anspruchsvolle Bruchtests absolvieren." Nach knapp zwei Stunden war es geschafft: Marc Destenay-Schnell zählt nun zum auserwählten Kreis, der sich Großmeister im traditionellen Taekwon-Do nach Kwon Jae-Hwa nennen darf.
Der Weg vom Meister zum Großmeister dauert natürlich länger als zwei Prüfungsstunden. Dazu Destenay-Schnell: "Ein wahrer Großmeister beweist sich zunächst in einer mindestens 20-jährigen Kampfkunstarbeit. Dieser Wert ist leider nur noch in den ursprünglichen Kampf- und Selbstverteidigungskünsten zu finden. In vielen, mehr dem Sport zugewandten Kampfkünsten ist der Weg zum Meister oft einfacher. Dort gibt es schon Schwarzgürtel für Kinder. Das wäre aber nichts für unser wertebehaftetes System. Wo Etikette, Disziplin, Durchhaltevermögen, Rechtschaffenheit und Respekt als Grundlage zu einem der höchsten Titel in den Kampfkünsten dienen soll, muss man lange Zeit reifen."
Laut Marc Destenay-Schnell "lehrt Taekwon-Do schon Kindern, konzentriert an sich zu arbeiten und vor allem niemals das aufzugeben, was man sich vorgenommen hat. Das ist eine der wichtigsten Grundregeln, um im Leben Ziele erreichen zu können. Jeder kennt den Spruch, der Weg ist das Ziel, Taekwon-Do ist ein starker Weg, der viele andere Wege leichter gehen lässt."
Weitere Infos zum Taekwon-Do und zur Weilburger Schule gibt es im Internet unter www.taekwon-do-weilburg.de
(Quelle: Weilburger Tageblatt)
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geschrieben von André Bethke am 30.09.09 um 10:55
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