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Neues aus Drommershausen

13 Dämmung wirbelt Staub auf (Quelle: Weilburger Tageblatt)
(kbi). Dass die Stadt Weilburg die Mittel der Sonderinvestitionsprogramme von Bund und Land zur Ankurbelung der Konjunktur zum größten Teil in die energetische Sanierung städtischer Gebäude steckt - sprich: vorwiegend Wärmedämmung -, finden den ungeteilten Beifall der Weilburger Grünen. Allerdings gibt es ein Aber: Die verwendeten Materialien und deren Verarbeitung gefällt nicht allen.
Von den 15 Sanierungsvorhaben, die sich aus dem Konjunkturpaket finanzieren, seien immerhin 13 Maßnahmen zur Energieeinsparung, so Dieter Langer während eines Besuchs an der Sanierungs-Baustelle des Dorfgemeinschaftshauses Drommershausen. Das passe in die Beschlusslage der Stadt, dem Klimabündnis beigetreten zu sein. Dem Weilburger Stadtbauamt gebühre ein dickes Lob, weil die Bauarbeiten unheimlich schnell ausgeschrieben worden seien und so die seinerzeit noch günstigen Preise genutzt werden konnten. Am Beispiel des Dorfgemeinschaftshauses Drommershausen zeige sich, dass diese Investitionen zu einer "fantastischen Aufwertung" der städtischen Immobilien führe, sagte Langer: Neben einer Dämmung der Außenwände werde durch die Solaranlage auf dem Dach das dafür gesorgt, dass künftig die Unterhaltungskosten sinken könnten. "Weilburg ist auf dem richtigen Weg", merkte Dieter Langer, Stadtverordneter der Grünen, an. Einwände gegen die verwendeten Dämm-Materialien hat allerdings Udo Sartorius, ebenfalls Grünen-Mitglied der Weilburger Stadtverordnetenversammlung: Die für die Außendämmung verwendete Steinwolle sei "grässliches Zeug", das in der Herstellung doppelt so viel Energie verbrauche wie etwa Cellulosedämmstoffe oder Holzweichfaserplatten und schon alleine deshalb den Zielen des Klimabündnisses widerspreche.
Vor allem stört Sartorius, dass die Platten zum Teil abgeschliffen worden seien und sich dicke Faserschichten um das Dorfgemeinschaftshaus gelegt hätten - und sich nur zehn Meter entfernt der Kindergarten befinde. Die Kinder hätten deswegen nicht mehr im Freien spielen könne, so Sartorius.
Die Ausführung der Arbeiten, so auch Dieter Langer, sei in diesem Fall und unter diesem Gesichtspunkt "nicht optimal" gelaufen und müsse bei den weiteren Sanierungsvorhaben verbessert werden.

Zum Bild: Dass die Außendämmung öffentlicher Gebäude in der Stadt Weilburg (wie hier des Dorfgemeinschaftshauses Drommershausen) Sinn macht, ist unstrittig. Aber über die verwendeten Materialien und die Art der Verarbeitung gibt es unterschiedliche Meinungen - auch bei den Weilburger Grünen (von links): Dieter Langer, Udo Sartorius und Wilhelm-Friedrich Grote. (Foto: Birk)
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geschrieben von André Bethke am 07.10.09 um 12:02
 

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