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Neues aus Drommershausen

34 Turnhallen-Sanierung stößt bei FDP auf Kritik
(Quelle: Weilburger Tageblatt)

Bruchmeier: "Ungleichbehandlung der Weilburger Vereine"

Weilburg (kbi). Über die Sanierung der Turnhalle Drommershausen werden die Weilburger Stadtverordneten am Donnerstag (19 Uhr, Aula Komödienbau) beraten. Dabei werden unterschiedliche Haltungen aufeinander prallen. So hat sich die Weilburger FDP bereits im Vorfeld gegen die vom Magistrat eingebrachte Vorlage ausgesprochen.
Bei der Vorbereitung der Parlamentssitzung habe man die nicht einstimmig vom Magistrat beschlossene Vorlage abgelehnt, da sich hieraus eine erhebliche finanzielle Belastung der Stadt und gleichzeitig eine Ungleichbehandlung von Vereinen ergebe, so Hans-Werner Bruchmeier. Erstaunt zeigte sich die FDP dabei schon über den zwischen Hallenbesitzer und Magistrat abgeschlossenen Vertrag vom 30. Dezember 2004, durch den Weilburg seitdem erheblich zur Kasse gebeten werde.

Während die Sportförderung der Stadt in den vergangenen Jahren kontinuierlich heruntergefahren worden und fast auf dem Nullpunkt angelangt sei, seien für die Turnhalle Drommershausen rund 40 000 Euro für Bewirtschaftung und Gebäudeunterhaltung ausgegeben worden.

Völlig neue Beratungen nötig

Die Verpflichtung, diese Kosten zu übernehmen ergebe sich aus dem Vertrag, nach dem die Stadt alle Unkosten einschließlich der Schönheitsreparaturen trage, moniert die Weilburger FDP.

Die Stadt müsse heizen, wenn es der Vermieter wolle. Der Mieter habe alle Schadenskosten zu übernehmen, auch wenn sie von anderen verursacht worden seien.

Der Verein sei, auch wenn er selbst vermietet habe, von Kosten freigestellt. Bei Weiterlaufen dieses Vertrages werden nach Berechnung der Verwaltung jährlich rund 16 000 Euro an Kosten entstehen. Das wären bei einer Laufzeit von 30 Jahren eine halbe Million Euro, die durchweg allein von der Stadt Weilburg getragen werden müssten, so die FDP.

Unabhängig davon saniere die Stadt mit einem Aufwand von rund 300 000 Euro die komplette Halle, bei einer zehnprozentigen Beteiligung des Vereins, die dann in das Eigentum des Vereins zurückgehen soll.

Dann miete die Stadt die Halle vom Verein zurück, um die anderen dörflichen Veranstaltungen zu ermöglichen. Dagegen beteiligte sich die Stadt beispielsweise beim Turnverein 1848 Weilburg oder bei der Schützengesellschaft an deren im Eigentum und gutem Zustand befindlichen Sportstätten nur einmalig mit den richtliniengemäßen 5000 Euro.

Bei Sportanlagen, die im Eigentum der Stadt Weilburg seien, etwa Tennisclub, Tanzclub und Ruderverein, seien Verträge abgeschlossen worden, nach denen die Vereine alle Unterhaltskosten und Aufwendungen tragen und die Stadt von Kosten freigestellt sei.

Auch hier gebe es für eventuelle Baumaßnahmen nur besagte 5000 Euro. Dies könne nach Ansicht der Liberalen in Zeiten notwendiger Finanzkonsolidierung auch im Fall der Turnhalle Drommershausen nicht anders sein und müsse in einem neuen Vertrag berücksichtigt werden.

Daher habe sich die FDP dafür ausgesprochen, den Vorgang zurückzustellen, denn auf der bisherigen Basis würde die Stadt ohne Rechtsgrundlage eine private Sportanlage mit öffentlichen Mitteln sanieren.

Wie Ortsverbands- und Fraktionsvorsitzender Hans Werner Bruchmeier weiter anmerkt, sei sich die FDP in der Beratung aber auch bewusst gewesen, dass Drommershausen keine zeitgemäße Versammlungsstätte habe.

Daher könnten sich die Liberalen alternativ die Übernahme der Halle durch die Stadt vorstellen, um diese dann wie die anderen Bürgerhäusern zu betreiben. Dies erfordere allerdings eine völlig neue Beratung der Angelegenheit, erklärt Bruchmeier.
geschrieben von André Bethke am 23.09.10 um 22:16
 

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